cd recensie (duitsland)Nochmal Michael Jackson, Billy Talent, Bots, Maurenbrecher und Mikromafia
An dem Namen hängt die ganze Brutalität des Starbuiss. Was in ihm querlag, echt war und Leben, sollte er von Kind an abdressiert bekommen. Glatt sollte er sich hochtänzeln, fast wie der weisse Massa werden. Ab und an schrie die geschliffene Kreatur auf. Dann sagte und sang er auch an seinem Management vorbei. erstaunlich konkret und radikal gegen Krieg, Umweltkatastrophen und deren Profiteure. Aber kurz drauf verschwand er wieder hinter simulierter Geborgenheit seiner Kinderpose. Wie-auch-immer: wenn der im österreichischen Kitzbühl steuerverkürzende Nationalheld Beckenbauer sich heute noch als "Kaiser" ansprechenlässt, dann bleibt Michael Jackson der King of Pop. Und die neueste Sony - und-(ja, tut weh:) BILD-CD, ist Beleg. ***
Nicht minder diszipliniert wie Jacksons Team um Quincy Jones sind die Pop-Punker von „Billy Talent“, die ich hier schon mehrfach pries. Ihr punktgenauer Bassist John Gallan heizt den Rhythmus zur Weltklasse, auch wenn die jetzt erschienene „III“ weniger Ohrwurm-Potenzial hat, wie die „II“. ***
Es gibt kunst, die so rein in der beobachtung ist, daß sie schon bei den zuhörern die konzentrationstauglichen vom spreu der plappermäuler/innen scheidet. Dazu zählen die lieder des manfred maurenbrecher. Wie er den raser im "Off-Roader" im Stau beschreibt, das taucht tief in die seelische innenarchtektur des alltäglichen imperialismus. sein schwarzer humor bühlt auf, wenn Wissenschaftler mittels staub, algen und affenspucke das schliessen des ozonlochs glauben machen wollen ("komm, wir helfen dem klima") oder die "bad bank" zur "hoffnung für alle"(Titel der DoppelCD) wird. Nebst scharfer lovesongs. Mit Degenhardt ist Maurenbrecher der kraftvollste liedermacher deutscher zunge! *****
Die letzte überlebende de ausschwitz-mädchenorchesters, esther bejerano, hat mit den kongenialen rappern - rossi aus neapel und kutlu aus türkei- von der kölner "microphon-mafia" eine schöne cd mit internationalen und neueren arbeiterliedern aufgenommen: "per la vita" Aldente-CDs *****
Und dann musiziert die „Mikro-Mafia“ mit den legendären holländischen bots bei deren hit "was wollen wir trinken" als Rap und gegen die konzern-medienmacht umgebaut.: "was sollen wir denken - sieben tage lang". alle alten bots-hits, die der blonde hans sanders noch im Studio zusammen mit seinem nachfolge-Sänger Rick neu eingespielt hat - einige Wochen bevor seine Krebstod-Prognose wahr wurde. Konstantin Wecker: „Es berührt gewaltig!“ „Was sollen wir denken?“ bots auf „Aldente-Records“ *****
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